Die größte Angst von Geschäftsführern beim Thema Corporate Influencer ist gleichzeitig ihre häufigste Ausrede.
"Und was, wenn der sich dann selbstständig macht?"
Ich verstehe die Angst. Sie ist nicht mal unbegründet.
Wer sichtbar wird, bekommt Angebote. Wer Angebote bekommt, vergleicht. Und wer vergleicht, geht manchmal.
Das passiert. Definitiv.
Aber.
Ambitionierte Leute wollen gesehen werden. Nicht intern. Draußen.
Sie wollen, dass jemand ihren Namen kennt, der nicht in ihrem Team sitzt.
Wenn du ihnen diese Bühne gibst, passiert etwas, das die meisten übersehen.
Sie bauen sich eine Personal Brand auf. Und die hängt an deinem Unternehmen. Jeder Post, jedes Foto, jede Konferenz. Immer steht dein Name daneben.
Ein Wechsel kostet sie plötzlich mehr als nur ein Gehalt.
Er kostet sie den Kontext, in dem sie sichtbar geworden sind.
Und wenn du ihnen die Bühne nicht gibst?
Dann bauen sie sie sich woanders. Auf eigene Rechnung. Und irgendwann fragen sie sich, warum die Firma überhaupt noch im Profil steht.
Die Leute, die das Zeug dazu haben, sich selbstständig zu machen, gehen sowieso irgendwann. Mit oder ohne LinkedIn.
Der Post war nicht der Grund. Er war höchstens der Anlass.
Bindung entsteht nicht durch Kontrolle. Sie entsteht dadurch, dass jemand bei dir Dinge machen darf, die er woanders nicht darf.
Geschäftsführer, sagt mir ehrlich: Ist die Angst real oder ist sie bequem?