Inzwischen haben verschiedene Länder im Gesetz verankert, dass das Bargeld nicht abgeschafft werden kann. Nun auch die Schweiz. Und Europa? Deutschland?
+++ NETZFUND +++
So sieht es aus, wenn ein Land seine Bürger über die Zukunft ihres Geldes abstimmen lässt.
Am 8. März 2026 haben die Schweizer Stimmberechtigten bei einer Beteiligung von 55,4% über zwei Vorlagen zum Schutz des Bargelds abgestimmt. Die Volksinitiative „Bargeld ist Freiheit" wurde mit 54,4% abgelehnt. Der Gegenentwurf von Bundesrat und Parlament wurde mit 73,4% angenommen. Damit ist die Bargeldversorgung durch die Schweizerische Nationalbank und der Franken als Landeswährung nun in der Bundesverfassung verankert.
Die Verankerung hat laut offizieller Abstimmungsinfo primär symbolische Wirkung. Die bestehenden Gesetze regelten Bargeldversorgung und Währung bereits. Der entscheidende Unterschied: Künftig kann beides nur noch per Volksabstimmung mit Volks- und Ständemehr geändert werden, nicht mehr durch ein einfaches Gesetz. 95% der Schweizer Bevölkerung sprachen sich in einer SNB-Umfrage dafür aus, dass Bargeld als Zahlungsmittel erhalten bleibt.
Die Abstimmung fand statt, während die EU den digitalen Euro vorantreibt.